Poly(ethylen-2,5-furandicarboxylat) ist ein teilkristallines Polymer und weist im Gegensatz zu vollständig kristallinen Materialien keinen scharfen, singulären Schmelzpunkt auf. Stattdessen weist es je nach Molekulargewicht und Kristallinitätsgrad einen Schmelztemperaturbereich von 210 °C bis 240 °C auf. Dieser breite Schmelzbereich spiegelt seine teilkristalline Natur wider und beeinflusst die thermischen Verarbeitungsbedingungen, wodurch es für Herstellungstechniken wie Extrusion, Thermoformen und Spritzgießen geeignet ist. Der höhere Schmelzbereich im Vergleich zu PET sorgt für eine bessere Leistung bei Anwendungen, die Hitzebeständigkeit erfordern.
Die Glasübergangstemperatur von PEF liegt typischerweise zwischen 85 °C und 95 °C und ist damit deutlich höher als die von PET (ca. 75 °C). Diese Eigenschaft ermöglicht es PEF, seine strukturelle Integrität beizubehalten und Verformungen bei mäßiger Hitze zu widerstehen, was es ideal für Anwendungen wie Heißabfüllverpackungen macht, bei denen Behälter während des Abfüllvorgangs ihre Form und Funktionalität beibehalten müssen. Die höhere Tg verbessert auch die Leistungsfähigkeit von PEF in wärmeren Umgebungen und erweitert das Anwendungsspektrum im Vergleich zu herkömmlichen Polymeren.
PEF weist eine ausgezeichnete thermische Stabilität auf und hält Temperaturen bis zu etwa 300 °C ohne nennenswerten Abbau stand. Dadurch ist es bei der Verarbeitung, bei der hohe Hitze erforderlich ist, und bei Anwendungen, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, äußerst belastbar. Seine Stabilität sorgt für minimale strukturelle Schäden und behält seine mechanischen Eigenschaften und Gesamtfunktionalität unter anspruchsvollen Industriebedingungen bei.
PEF hat im Vergleich zu PET eine langsamere Kristallisationsgeschwindigkeit, was sich auf seine Verarbeitungs- und Endeigenschaften auswirkt. Die langsamere Kristallisation ermöglicht eine bessere Kontrolle während der Herstellung, insbesondere bei Anwendungen, bei denen eine amorphere Struktur wünschenswert ist. Allerdings kann dies je nach gewünschter Anwendung, etwa Flaschen oder Folien, auch Anpassungen der Abkühlzeiten oder den Einsatz von Keimbildnern zur Erhöhung der Kristallinität erfordern. Die resultierende Struktur gleicht je nach Endverwendung Flexibilität und Steifigkeit aus.
Die Wärmeformbeständigkeitstemperatur von PEF ist höher als die vieler anderer Polymere, einschließlich PET. Aufgrund dieser Eigenschaft widersteht es einer Verformung unter Belastung bei erhöhten Temperaturen und eignet sich daher für Hochtemperaturanwendungen, beispielsweise für mikrowellengeeignete Lebensmittelverpackungen oder wiederverwendbare Behälter. Der höhere HDT stellt sicher, dass PEF-Produkte ihre Dimensionsstabilität und Funktionalität in Umgebungen behalten, in denen sie häufig Hitze ausgesetzt sind.
Wie die meisten Polymere verfügt PEF über eine geringe Wärmeleitfähigkeit, was es zu einem wirksamen Material für Anwendungen macht, die eine Isolierung erfordern. Obwohl es normalerweise nicht als primärer Wärmeisolator verwendet wird, trägt seine geringe Leitfähigkeit zur Aufrechterhaltung der Temperaturstabilität bei Lebensmittelverpackungen und anderen sensiblen Anwendungen bei. Diese Eigenschaft verringert auch das Risiko einer hitzebedingten Verformung der Verpackung während des Temperaturwechsels.
Die Zersetzungstemperatur von PEF liegt im Allgemeinen über 300 °C, was auf seine hohe Beständigkeit gegenüber thermischem Abbau hinweist. Diese hohe Abbautemperatur stellt sicher, dass PEF bei gängigen Polymerverarbeitungstechniken und bei längerem Gebrauch strukturell stabil bleibt. Diese Stabilität macht es zu einer zuverlässigen Wahl für Industrie- und Verbraucheranwendungen, bei denen es über längere Zeiträume mäßiger Hitze ausgesetzt ist.
PEF weist bei wiederholten Heiz- und Kühlzyklen eine außergewöhnlich gute Leistung auf und behält seine strukturellen und mechanischen Eigenschaften bei. Diese Haltbarkeit macht es ideal für Anwendungen, die Wiederverwendbarkeit oder langfristige Leistung erfordern, wie z. B. wiederverwendbare Getränkebehälter oder leistungsstarke Verpackungslösungen. Seine Fähigkeit, thermischen Wechseln ohne wesentliche Verschlechterung standzuhalten, unterstreicht seine Eignung für anspruchsvolle Anwendungen.